Kurzportrait

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Die Gartenstadt-Gesellschaft Hellerau AG gegr. 1908 (GGH AG) gehört neben der DGG Deutsche Gesellschaft für Grundbesitz AG (DGG AG) und der NPL Servicing GmbH zur GGH Holding. Die wesentlichen Geschäftsbereiche der Firmengruppe sind die Projektentwicklung, die Bestandshaltung von Immobilien und der Ankauf notleidender Kreditforderungen sowie das dazu gehörige Servicing.

Unser Management verfügt über langjährige Erfahrungen in der Immobilien- und Bauwirtschaft. Wir verwalten, betreuen, bewirtschaften, entwickeln, revitalisieren und renaturisieren Immobilien.

Seit Anfang der 1990er Jahre liegt der Fokus der DGG Deutsche Gesellschaft für Grundbesitz AG auf der Sanierung historischer Bausubstanz, überwiegend an den Standorten Leipzig, Dresden, Potsdam und Berlin. Die hohe Fachkompetenz belegen fast 1.000 Referenzobjekte.

Die Gartenstadt-Gesellschaft Hellerau AG gegr. 1908 und die NPL Servicing GmbH arbeiten zudem seit 2005 als Investor und Servicedienstleister im Bereich NPL. Bis heute konnten sie Forderungen im Nominalwert von über 1 Milliarde Euro erfolgreich ankaufen und abwickeln.

Geschäftsmodell

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Die Gartenstadt-Gesellschaft Hellerau AG gegr. 1908 gilt als Investor von ausgezeichneter Bonität und entsprechender Reputation. Wir verfügen über gewachsene Strukturen und jahrelange Erfahrungen in der Immobilienökonomie, eine gesicherte Finanzierung und ein verantwortungsbewusstes Servicing.

Wesentlicher Bestandteil des Unternehmens war und ist die historische Wohnanlage in Dresden Hellerau.

Eines der Hauptgeschäftsfelder ist die Bestandshaltung von ausgesuchten, lukrativen und effizienten Wohnanlagen. Darüber hinaus wird der Handel mit Immobilien sowie eine aktive Bauträgertätigkeit ausgeführt. Seit 2011 beteiligt sich die Gartenstadt-Gesellschaft Hellerau AG gegr. 1908 am An- und Verkauf sowie der Abwicklung leistungsgestörter Kredite (NPL).

Die Gartenstadt-Gesellschaft Hellerau AG gegr. 1908 fühlt sich der Tradition verpflichtet, kommerzielle und ideelle Interessen miteinander in Einklang zu bringen.

Gerade junge Künstler und Absolventen brauchen Motivation, Anerkennung und natürlich den Verkauf ihrer Werke. Mithilfe unserer weltweiten Geschäftsverbindungen sind wir in der Lage, Bekanntheit über die Landesgrenzen hinaus zu erreichen und unseren Kunden und Partnern ein vielleicht bis dahin noch nicht erlebtes Kunstinteresse und -verständnis eröffnen.

Ein talentierter und vielseitiger Leipziger Künstler ist Kaeseberg, dessen kreatives Schaffen wir seit Jahren verfolgen und unterstützen. Eine Auswahl seiner Werke stellen wir in unseren Firmenräumen aus. Gern schicken wir Ihnen den aktuellen Katalog per Post zu.

Geschichte

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Von 1908 bis heute lebendige Bautradition und kultureller Wert: Die Gartenstadt-Gesellschaft Hellerau AG. Eine starke deutsche Marke, direkt verknüpft mit dem großen europäischen Reformprojekt Hellerau.

Den Gartenstadt-Gedanken formulierte 1898 zuerst der englische Sozialreformer Ebenezer Howard: „Gartenstadt“ als eine planmäßig und gezielt entwickelte Stadt, um auf die beklagenswerte Wohn- und Lebensqualität und die wuchernden Grundstückspreise der Großstädte zu reagieren. Die Gartenstädte sollten auf Agrarflächen im Umland der Großstädte entstehen. Selbstständige urbane Siedlungen, voneinander getrennt durch großzügige Agrarflächen, verbunden durch entsprechende Infrastruktur.

Deutschlands erste Gartenstadt existiert seit 1908 – gegründet vom Tischler Karl Schmidt als „Gartenstadtgesellschaft GmbH“ auf 140 Hektar Agrarfläche. Hier wurde von Anfang an spekulativer Grundstücksverkauf ausgeschlossen und eine Nutzung von 4 % der Gesamtfläche zum Allgemeinwohl festgelegt. Die Gesellschaft verwaltete den Grundbesitz für rund 15.000 Gartenstadtbewohner und errichtete Immobilien, wie die Mietvillen im Hellerauer Landhausviertel und Häuser mit kleineren Wohnungen. Zu den bekanntesten Architekten der Siedlungshäuser zählen Richard Riemerschmid, Hermann Muthesius, Heinrich Tessenow, Bruno Paul und Theodor Fischer.

Auch eine der ersten Fertigungsstätten der industriellen Möbelfertigung – die Ende des 19. Jahrhunderts von Karl Schmidt gegründeten Deutschen Werkstätten – wurden 1910 in die Gartenstadt Hellerau verlegt. Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich die Gartenstadt zu einer Kunst- und Kulturstätte: Sie zog Künstler, Musiker und Intellektuelle aus ganz Europa an. 1911 wurde das „Hellerauer Festspielhaus“ erbaut, in dem Intellektuelle wie Emil Nolde, Sergei Djagilew, George Bernard Shaw, Franz Kafka, Stefan Zweig oder Upton Sinclair verkehrten. Hier war auch die „Bildungsanstalt Jaques-Dalcroze“ untergebracht, die spätere Keimzelle der rhythmischen Gymnastik.

Die ökonomisch schwierigen 1920er Jahre und der Zweite Weltkrieg bremsten auch die weitere Entwicklung der Gartenstadt. Zwar wurde nach 1945 die Bausubstanz in Hellerau unter Denkmalschutz gestellt, doch die knappen finanziellen Mittel führten zum Verfall der Gebäude. Erst mit der deutschen Wiedervereinigung kam ein neuer Aufschwung nach Hellerau. Die 1946 in Volkseigentum überführten Deutschen Werkstätten wurden 1992 reprivatisiert. Mit neuem Konzept gelang ihnen als Hersteller von hochwertigem Interieur der erfolgreiche Neustart, 2006 bezog das Unternehmen neue Gebäude.

Das in Teilschritten sanierte Festspielhaus beherbergt heute das Europäische Zentrum der Künste. In die ebenfalls wieder hergestellten früheren Pensionshäuser zogen unter anderem die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Deutsche Werkbund Sachsen ein. Die überwiegend sanierten und modernisierten Wohnhäuser von Hellerau zählen heute zu den begehrtesten Wohnanlagen der wieder aufgeblühten Elbmetropole und Landeshauptstadt Dresden.